Lumopol: „Weißeritz Licht+Spiele”
Die Weißeritz ist ein kleiner Fluß, der sich im Dresdener
Westen seinen Weg in die Elbe sucht. Das heißt, der
Weg ist durch Mauern sehr starr festgelegt, was im
Normalfall nicht weiter tragisch ist, weil im Allgemeinen
das Wasser der Weißeritz nur etwa knöcheltief ist.
Am 13. August 2002 sah das anders aus: Die Weißeritz ist
zu einem tosenden Fluß geworden. Auf ihrem Weg durch das
Erzgebirge hatte sie schon riesige Schäden angerichtet, als
sie in Dresden ihr altes Flußbett quer durch die Friedrichstadt
wieder eroberte. Und nicht nur das, auch den Dresdener
Hauptbahnhof und die Prager Straße holte sie sich. Nein,
der Hauptbahnhof wurde nicht von der Elbe überflutet und
auch nicht vom Rückstau der Elbe, sondern von der Weißeritz
selbst.
Bis März 2004 wohnte ich relativ dicht an der Weißeritz.
Nur eine winzige Steigung in der Straße verhinderte, daß
die Weißeritz uns zu Hause besuchte. Durch dieses Ereignis
und alle meine Erlebnisse und Abenteuer rund um die Flut, habe
ich zur Weißeritz eine ganz besondere Beziehung erhalten.
Jedes Mal, wenn ich über eine Weißeritzbrücke gehe
− einige sind jetzt noch Behelfsbrücken −, habe
ich sehr gemischte Gefühle vor diesem unscheinbaren Gewässer.
Es ist eine Mischung aus Liebe, Hass, aber auch aus Hochachtung,
Ehrfurcht und Bewunderung.
Vom 04. bis 12. September 2004 installierten die Damen und
Herren von
Lumopol
eine kleine Lichtausstellung entlang der Weißeritz in
Dresden. Damit erinnerten sie an die Flut vor zwei Jahren
und holten die Weißeritz wenigstens für einige Tage aus
ihrer sonst recht trostlosen Umgebung hervor.
„Weißeritz Licht+Spiele” waren geniale oder
skurile oder einfach nur schöne Installationen in und an
der Weißeritz. Das alles in das rechte Licht gesetzt,
mußte einfach fotografiert werden. Hier gibt es die
Fotoschau.
Uwe Warmuth
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